In der Juli 2017 Ausgabe von alles roger? gab Matthias Strolz, Nationalratsabgeordneter der NEOS, neben einigen FPÖ-Politikern ein Interview mit dem vom dem Dokumentararchiv des österreichischen Widerstands als „antisemitisch“ eingestuften Magazin. Das Geben von Interviews in rechtsextremen Publikationen ist immer als fraglich zu sehen. Diese geben nämlich Zeitschriften wie alles roger? eine gesellschaftliche Legimitation, denn wenn auch Mitte-Politiker, wie Herr Strolz, Interviews in rechtsextremen Veröffentlichungen geben bringen diese natürlich ihre gesellschaftliche Anerkennung mit. Antisemitismus und Rassismus verliert so seinen Tabustatus und wird zur einfachen politischen Meinung.
Die NEOS, eine liberale, progressive Partei, sind normalerweise von dieser Haltung relativ weit entfernt darum bat ich um eine Stellungnahme. Und bekam auch eine:
„Im Zuge des anlaufenden Nationalratswahlkampf bekommen wir sehr viele Anfragen von den unterschiedlichsten Medien – so auch im konkreten Fall und zwar schriftlich. Folgend unserem Grundsatz: Politik ist der Ort, an dem wir uns ausmachen, wie wir mitsammen leben wollen, haben wir den Zugang, Fragen, die wir – von welcher Seite immer - gestellt bekommen, auch zu beantworten. Die gilt nicht zuletzt auch für Medien bzw. Fragesteller, deren politische oder weltanschauliche Sicht wir nicht teilen. Wie immer legen wir auch in diesem Fall Wert auf die Feststellung, dass die Beantwortung von Fragen in keinster Weise eine Zustimmung zu Inhalten oder der Blattlinie von Medien bedeutet.“
Bei dem Interview mit Strolz handelte es sich wahrscheinlich um einen Versehen, eine Unachtsamkeit, wo vergessen wurde den Background von alles roger? zu checken. Politiker dürfen auch im Wahlkampf nicht jeder Versuchung erlegen, die sich ihnen darbietet um ihre Wählerzahlen zu erhöhen.In der Juli 2017 Ausgabe von alles roger? gab Matthias Strolz, Nationalratsabgeordneter der NEOS, neben einigen FPÖ-Politikern ein Interview mit dem vom dem Dokumentararchiv des österreichischen Widerstands als „antisemitisch“ eingestuften Magazin. Das Geben von Interviews in rechtsextremen Publikationen ist immer als fraglich zu sehen. Diese geben nämlich Zeitschriften wie alles roger? eine gesellschaftliche Legimitation, denn wenn auch Mitte-Politiker, wie Herr Strolz, Interviews in rechtsextremen Veröffentlichungen geben bringen diese natürlich ihre gesellschaftliche Anerkennung mit. Antisemitismus und Rassismus verliert so seinen Tabustatus und wird zur einfachen politischen Meinung.




















