Peter Pilz will dagegen klagen, dass er nicht vor Tarek Leitern in einem Sommergespräch Platz nehmen durfte, und er will gegen ein Gesetz klagen. Der ORF lädt nur Parteien mit Klubstatus ein, der Peter war dafür einfach zu spät dran (man kann nur zu Beginn einer Gesetzgebungsperiode einen Klub gründen) Warum aber ist Pilz so erpicht darauf im ORF aufzutreten? Andere Parteien, denen auch kein Sommergespräch spendiert wurden, klagten bekanntlich nicht.
Die Liste Pilz hat bis jetzt quasi keinen Wahlkampf betrieben. Wahlplakate gab es nur eins, Werbespots sind vom Budget nicht drin und Auftritte im Fernsehen halten sich auch in Grenzen. Pilz will sich eindeutig medial vermarkten; schon seit Gründung seiner Liste kommt er immer wieder in die Schlagzeilen. Ein gekonnter Trick um seine Kleinstpartei relevant zu halten und auf die Überwindung der Vierprozenthürde zuzuführen. Peter Pilz ist ein Populist. Der ORF machte Pilz eindeutig einen Strich durch die Rechnung als er nicht zu einem Sommergespräch eingeladen wurde. Nahezu eine Stunde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hätte wohl seiner Liste gutgetan.
Peter Pilz holt jetzt noch das Beste aus diesem Ausschluss heraus: mit seiner Klage kommt er wieder mal in sämtlichen Zeitungen und News-Portalen und auch wieder in die öffentliche Wahrnehmung. Es ist wohl nicht falsch zu behaupten, dass hinter dieser Klage eindeutig etwas Kalkül steckt. Und der ehemalige Grüne fährt mit dieser Taktik auch recht gut, ein Einzug in den Nationalrat erscheint nicht unglaubwürdig.

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