Dienstag, 13. Februar 2018

Das Unerwartete erwarten

Es ist 1991, die Sowjetunion befindet sich in einer Krise. Nachdem schon 1989 der Eiserne Vorhang gefallen ist, zieht der Sowjetstaat nach und löst sich für Viele unerwartet auf. Der Kalte Krieg ist mit einem Grillenzirpen und nicht mit einem allverschlingenden Knall zu Ende.

Wenn man immer wieder durch Zeitungen blättert, durch Newsportale scrollt oder der 20-Uhr-Nachrichten folgt, stolpert man unwiderruflich über Zukunftsvoraussagen: der Bitcoin ist investierw
ürdig, die Finanzmärkte halten sich, morgen wird es sonnig. Und meistens stimmen sie, die Vorhersagen, aber nicht immer. Und sie scheitern meistens an der menschlichen Natur selbst. Es wird entweder angenommen der Mensch sei eine Maschine oder eine meist nur grobschlächtige Charakterbestimmung, die den menschlichen Charakter und dessen Irrationalität nie ganz auffassen kann, einer Führungsperson herangezogen. Die simple Unvernünftigkeit des Menschen wird nicht berücksichtigt, natürlich weil sie eben nicht vorhersehbar ist.


Natürlich heißt das nicht, dass sämtliche Vorhersagen in Zweifel gezogen werden müssen, sondern das man eben auch Unerwartete erwarten muss, wenn es um die politische Zukunft geht. Vereinigen sich Nordkorea und Südkorea spontan? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich wenn man historische Beispiele wie den Fall der Berliner Mauer betrachtet. Schießen bald Türkei und USA mit scharfer Munition gegeneinander? Möglich, schließlich hängt, dass alles von der Laune und dem Geschick der Führungspersonen ab. Schlussendlich kann man die Zukunft nicht vorhersagen aber man kann vorbereitet sein.

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