Wenn man zu lange in den Abgrund blickt, so blickt der Abgrund auch in dich selbst hinein. Dieses Zitat kommt öfters in den Sinn wenn ich wieder den Fehler begangen habe einen Blick in die Kommentarsektion eine Boulevardzeitung oder in die Kommentarspalte Youtubes zu werfen. Man findet irgendwie alles, Jubelrufe für Nazis, rassistische Tiraden und andere Auswucherungen, und wenn man genug gesehen hat und der Abgrund genug von einem gesehen hat, dann kann nur ein Zähneknirschen folgen.
| Kommentar als ein FPÖ-Mitglied eine Weihnachsgrußkarte aus dem Dritten Reich auf seinem Facebookaccount veröffentlichte |
Krone, Österreich und Heute sind eigentlich grundsätzlich nicht für ihre besonders niveauvolle und tolerante Arbeit bekannt und ziehen deshalb anscheinend auch Leute mit der gleichen geistigen Größe an. Bei Artikeln, die Vorfälle von Wiederbetätigung behandeln, schrammen die Kommentare nicht selten oft selbst an Wiederbetätigung vorbei. Aber auch besonders wenn es um Ausländer geht, werden die Kommentare meist lasziv xenophob und aggressiv. Natürlich kommt, dass nicht von irgendwo. Der österreichische Boulevard hat diese Stimmung schon seit mehreren Jahren mit angeheizt und auch willenlos zugesehen, wie solche Beiträge in seinen Kommentarsektionen stehen.
Nachdem auch im Ausland Österreichs Kommentarspalten unangenehmaufgefallen sind, wird anscheinend nun aber bei einigen Boulevardmedien wohl härter durchgegriffen und die auffälligsten Kommentare entfernt. Trotzdem bleiben viele Kommentarsektionen freies Jagdgebiet für Hetzer und ein Verbot ist doch auch nur eine Notlösung für einen verachtenswerten Umgangston.

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