Am 28. Januar findet in Niederösterreich eine
Schicksalsentscheidung statt. So will einem, dass zumindest die Vielzahl an
Plakaten, die überall im niederen Österreich platziert wurden, weismachen. Entgegen
der Dominanz der schwarztürkisen Vorherrschaft werden einige Parteien kreativ: die
FPÖ hat anscheinend etwas dagegen, dass Johanna Mikl-Leitner ein „großes Herzfür Zuwanderer“ hat. „Anpatzen“ würde das wohl der Koalitionspartner der
Freiheitlichen, Kanzler Kurz, nennen. Die SPÖ, seit Neustem Liste Franz Schnabl
– SPÖ, versucht es derweil mit einer, in ihren Augen, jugendlich kecken
Kampagne, nur dass diese bei den Meisten auf Kopfschütteln stößt.
Aber neben der altbekannten Politik bietet die
Plakatpropaganda doch eine andere, viel interessantere Debatte: wie wird eigentlich
der Verkehr dadurch beeinflusst? Es ist wohl ziemlich offensichtlich, dass die
Menge an Plakaten den Blick des Fahrers von der Straßenbahn ablenkt. Aber ein
noch viel verwirrendes Mittel zur Fahrerablenkung hat die Volkspartei entworfen:
ein nahezu originalgetreue Stehfigur des Lokalpolitikers Kurt Hackl. Auf den
ersten Blick eigentlich recht harmlos. Aber besonders im Dunkeln oder bei
anderen schlechten Lichtverhältnis kann Stehfigur Kurt Hackl durchaus
Verwirrung stiften, da man diesen schlichtweg für einen Fußgänger halten kann.
Auch hilft es nicht unbedingt, wenn dieser dann direkt an Gehsteigen befestigt
wird und Verwechselungsgefahr noch erhöht wird. Zum Glück hat meines Wissens
noch niemand wegen Stehfigur Kurt Hackl sein Lenkrad verrissen aber Stehfigur
Kurt Hackl sollte Niederösterreichs Straßen für echte Menschen freilassen.
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