Montag, 22. Januar 2018

Warum man Stehfigur Kurt Hackl nicht vertraut

Am 28. Januar findet in Niederösterreich eine Schicksalsentscheidung statt. So will einem, dass zumindest die Vielzahl an Plakaten, die überall im niederen Österreich platziert wurden, weismachen. Entgegen der Dominanz der schwarztürkisen Vorherrschaft werden einige Parteien kreativ: die FPÖ hat anscheinend etwas dagegen, dass Johanna Mikl-Leitner ein „großes Herzfür Zuwanderer“ hat. „Anpatzen“ würde das wohl der Koalitionspartner der Freiheitlichen, Kanzler Kurz, nennen. Die SPÖ, seit Neustem Liste Franz Schnabl – SPÖ, versucht es derweil mit einer, in ihren Augen, jugendlich kecken Kampagne, nur dass diese bei den Meisten auf Kopfschütteln stößt.


Aber neben der altbekannten Politik bietet die Plakatpropaganda doch eine andere, viel interessantere Debatte: wie wird eigentlich der Verkehr dadurch beeinflusst? Es ist wohl ziemlich offensichtlich, dass die Menge an Plakaten den Blick des Fahrers von der Straßenbahn ablenkt. Aber ein noch viel verwirrendes Mittel zur Fahrerablenkung hat die Volkspartei entworfen: ein nahezu originalgetreue Stehfigur des Lokalpolitikers Kurt Hackl. Auf den ersten Blick eigentlich recht harmlos. Aber besonders im Dunkeln oder bei anderen schlechten Lichtverhältnis kann Stehfigur Kurt Hackl durchaus Verwirrung stiften, da man diesen schlichtweg für einen Fußgänger halten kann. Auch hilft es nicht unbedingt, wenn dieser dann direkt an Gehsteigen befestigt wird und Verwechselungsgefahr noch erhöht wird. Zum Glück hat meines Wissens noch niemand wegen Stehfigur Kurt Hackl sein Lenkrad verrissen aber Stehfigur Kurt Hackl sollte Niederösterreichs Straßen für echte Menschen freilassen.

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