Im Zuge der Nationalratswahl treten auch einige Kleinstparteien an, die sich einen Sitz im Nationalrat erwarten. Im Zuge der Kampagne Wen wählen?! werden auch eine Auswahl der Kleinstparteien unter die Lupe genommen bevor die großen Parteien an der Reihe sind. Im Zuge dieser Kampagne wurden bisher behandelt: SLP, Die Weißen
FLÖ: 9.6. 2015: Dr. Karl Schnell und Rupert Doppler werden von HC Strache aus der aufstrebenden FPÖ ausgeschlossen. Strache befände sich im Machtrausch und bräuche einen Psychologen, hieß es damals von den Verstoßenen. Die Partei Frei Partei Salzburg entstand, später, 2017, kam ganz Österreich mit der Gründung der Freien Liste Österreich in den „Genuss“ dieser freiheitlichen Aussteiger.
Die FLÖ unterscheidet sich von der FPÖ nur in Details. Die Freie Liste fordert, ähnlich wie ihr Gesinnungsgenosse, ein Aufnahmestopp vonFlüchtlingen. Auf ihrer Website heißt es dazu: „Eine kaum zu bewältigende Flut an Fremden, die weiterhin in unser Land strömt, gefährdet unsere Sicherheit, unseren Sozialstaat und unsere Identität.“ Natürlich eine maßlose Übertreibung und die FLÖ stellt sich hier eindeutig gegen eine fundamentales Menschenrecht. Weiteres fordert die FLÖ einen Ausbau der direkten Demokratie im Vorbild der Schweiz und sie stellen sich als Globalisierungsgegner gegen die EU. In einem Anflug von Linksruck fordert die FLÖ aber auch eine Stärkung des Mittelstandes und will das Weiten der Vermögensschere verhindern.
Während ich die Bekämpfung der Vermögensschere für eine durchaus intelligente Idee halte, stößt mich die Antipathie und Menschenverachtung der FLÖ gegenüber Flüchtlingen ab. Hinzu kommt, dass BarbaraRosenkranz, Platz No. 1. auf der Liste der möglichen Nationalratsabgeordneten, eindeutig Sympathien und Beziehungen in das rechtsextreme Lager aufweist. Auch ist die Austrittspolitik gegenüber der EU als äußerst problematisch zu sehen, während ich selber sicher nicht komplett von der EU überzeugt bin (obwohl die EU viel zu vehement Wirtschaftsinteressen vertritt, ist sie doch ein großes, diplomatisches Mittel um Konflikte zu lösen und nationale Grenzen abzubauen) ist ein Austritt keine Option. Darum lautet mein Tipp was die FLÖ betrifft: lieber nicht wählen!







